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Bei der Entscheidung zwischen den beiden Bauweisen „Massivbau“ und „Fertigbau“ steht nicht nur die Bauweise im Fokus. Der Bauherr muss sich zuvor Fragen stellen, die das ganze Bauvorhaben betreffen. Es ist zum Beispiel wichtig zu erörtern, welche Bedeutung die Faktoren Zeit, Geld und Individualität haben.  Während Massivhäuser dadurch definiert sind, dass ihre Grundmaterialien aus Baustoffen wie beispielsweise Beton, Stein oder Ton bestehen, setzen Fertighäuser auf vorgefertigte Bauteile. Bei einem Massivhaus gehen Maurer nach dem Prinzip Stein auf Stein vor, die Holzkonstruktionen für das Fertighaus werden unterdessen noch im Werk angefertigt und im Anschluss auf die Baustelle geliefert und montiert.

Individuell planen oder Muster den Wünschen anpassen

  • Fertighaus
    Die Bauteile des Fertighauses werden einzeln angefertigt und nach der Anlieferung aus dem Werk nach dem Baukastenprinzip zusammengesetzt. Verschiedene Wand- und Deckenelemente stehen zur Verfügung und können in einem gewissen Rahmen miteinander kombiniert werden. Der Gestaltung sind daher gewisse Grenzen gesetzt.
  • Massivhaus
    Im Gegensatz zur Fertigbauweise haben Architekt und Bauherr bei der Gestaltung und Planung des Massivhauses von Anfang an freie Hand.

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Wärmedämmung und Ökobilanz

Sowohl Massivhaus als auch Fertighaus weisen heutzutage eine gute Ökobilanz auf. Dennoch ist das Massivhaus dem Fertighaus in Sachen Wärmedämmung um eine Nasenlänge voraus. Die massiven Wandaufbauten zeichnen sich durch eine größere Wärmespeicherfähigkeit aus.

 

Schnell bauen oder langfristig Werte erhalten

Oftmals wollen die Bauherren bei der Errichtung des Traumhauses nicht viel Zeit verlieren.

  • Bauzeit Massivhaus ./. Fertighaus
    Auf den ersten Blick scheint das Fertighaus schneller bezugsfertig zu sein als das Massivhaus. Doch es lohnt sich, genauer hinzuschauen. Letztlich ist es einzig und allein der Rohbau, der beim Fertighaus auf der Baustelle zügiger vonstattengeht. Jedoch muss hierbei berücksichtigt werden, dass die Wand- und Deckenelemente zunächst im Werk gefertigt und dann zur Baustelle geliefert werden müssen. Die Zeiten für den Innenausbau sind für beide Bauweisen nahezu identisch, wie auch die Arbeitsschritte Bauplanung, Baugenehmigung, Baustelleneinrichtung und Erdarbeiten. Letztendlich ist die Bauzeit für beide Bauweisen kaum unterschiedlich, wenn man in beiden Fällen von einem optimalen Bauablauf ausgeht.
  • Werterhalt Massivhaus ./. Fertighaus
    In Sachen Werterhalt kommt die massive Bauweise zum Tragen. Das Massivhaus ist beständig, robust und unempfindlich. Der Wiederverkaufswert ist im Vergleich höher als der eines Fertighauses. Durch die massive Bauweise legt man eine längere Nutzungsdauer zugrunde. Zudem können Wasserschäden, Ungeziefer oder gar Feuer die Wände nicht sofort zum Einsturz bringen. 
  • Baukosten
    Obwohl die Wände des Fertighauses schnell errichtet sind, ist der Bau nicht gleichzeitig günstiger als der eines Massivhauses.

 

Die Baustoffe für Massivhäuser

Während ein Fertighaus zumeist aus einem Holzskelett besteht, greift das Massivhaus vornehmlich auf die Baustoffe Ziegelstein, Porenbeton und Kalksandstein zurück.
Eine ausführliche Beschreibung der Baustoffe für das Mauerwerk der Massivhäuser finden Sie auf www.massivhaus-massivbau.de/.

Eine übersichtliche Kurzfassung finden Sie hier:

Kalksandstein - künstliche Steine mit langer Lebensdauer

Hausbau mit KalksandsteinKalksandstein ist ein künstlich hergestellter Mauerstein, der durch künstliche Härtung von Sand entsteht und beim Bau eines Massivhauses Verwendung findet. Der Kalksandstein ist ein zuverlässiger Baustoff, der sich durch seine hohe Belastbarkeit und eine gute Ökobilanz bei der Herstellung auszeichnet.  Ein Gebäude aus Kalksandstein ist auch im Sommer kühl, denn hier kommt die gute Wärmeleitfähigkeit zum Tragen, die im Sommer als Hitzeschutz funktioniert. Die Rohdichte macht diesen Stein zu einem sehr schweren Mauerwerk. Nachteile hat dies allerdings in Sachen Schallschutz und Wärmedämmung. Wird Kalksandstein für Außenwände eingesetzt, muss also zusätzlich mit anderen, dämmenden Stoffen gearbeitet werden. In Sachen Tragfähigkeit und Brandschutz ist auf Kalksandstein absoluter Verlass.

 

Gasbeton/Porenbeton - kein Beton, aber ein zukunftsweisendes Material

Hausbau mit PorenbetonWie auch Kalksandstein, ist Gasbeton, auch Porenbeton genannt, ein künstlicher Stein, der aus einem mineralischen Gemisch gefertigt wird, das sich unter Dampfeinwirkung verfestigt. Der Name ist dabei irreführend, weil es streng genommen kein Beton ist. Die geringe Dichte (Rohdichte) führt zu einem sehr leichten Material, das dennoch eine sehr hohe Stabilität und Tragfähigkeit aufweist. Gasbeton-Steine kommen in verschiedenen Größen und können auch als Teile von Fertigbauelementen verwendet werden. Die Verarbeitung ist leicht und unkompliziert. Im Mauerwerksbau wird dieser für Außen- und Innenwände genutzt. Die   Nachteile sind ungünstiges Verhalten bei Feuchtigkeitsaufnahme und geringer Schallschutz. Durch die Verwendung verschiedener Schichten kann dieses Manko jedoch ausgeglichen werden.

 

Ziegel - stark wie Elefantenhaut, so alt wie der Häuserbau

Hausbau mit ZiegelZiegel wurden bereits beim Turmbau zu Babylon gebrannt. Dieses Material begleitet die Menschheit also schon so lange, wie kaum ein anderes. Dabei hat es in Sachen Nachhaltigkeit noch immer eine sehr gute Bilanz. Ziegel sind als Naturprodukt nicht nur einfach zu recyceln, sie sind dazu mit einer hohen Lebensdauer und Widerstandskraft ausgezeichnet. Egal ob bei Bränden, bei Regen, gegen Laugen oder Säuren, bei Hochwasser oder im Falle eines starken Sturms: Mauern aus Ziegel sind so stabil wie kaum eine andere Art von Baumaterial. Die so gebauten Häuser überstehen damit nicht nur über lange Jahre Wind und Wetter, sie geben im Laufe ihres Lebens auch keine Schadstoffe an die Umwelt weiter. Darüber hinaus dämmen sie Wärme sehr gut und bieten einwandfreien Schallschutz, vor allem im Vergleich zu leichten Konstruktionen.

 

Massivhaus - Die längerfristige und nachhaltigere Wahl

Bei der Entscheidung zwischen Massivhaus und Fertighaus sollte nicht nur der Wunsch nach einem glanzvollen Außenauftritt im Mittelpunkt stehen, sondern auch die Nutzung und die Lebensdauer in Betracht gezogen werden.
Will man sein Haus also nicht lediglich schnell und nach einem vorgefertigten Muster bauen, sondern auch in Sachen Bauökologie und Zukunftsorientierung vernünftig handeln, bietet sich ein Massivhaus an. Der Ressourcen- und Energiebedarf bei der Gebäudeherstellung ist gering und die Baumaterialien langlebig und recyclebar. Durch die lange Lebensdauer der Massivhäuser ist der Marktwert oftmals höher als der eines Fertighauses mit identischer Ausstattung. Zudem zeichnen sich Massivhäuser durch ein Höchstmaß an Flexibilität hinsichtlich architektonischer Gestaltungsmöglichkeiten aus. Mauerwerk und Beton bieten für Umbauideen viel Spielraum. So haben auch die nachfolgenden Generationen die Möglichkeit, das Heim nach ihren Vorstellungen zu gestalten.

Auf lange Sicht ist die Entscheidung für ein Massivhaus also eine Investition in eine wertstabile, flexible und ökologisch einwandfreie Zukunft.

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